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18.1.2017 : 15:02 : +0100

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Heft 6/2016 ab dem 5. Dezember 2016 im Handel oder als epaper / app unter:

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Aus dem Inhalt:

Der Lada Granta im Langzeittest:
Endlich Qualitätssprung vollzogen

Biopropan ist keine Utopie mehr:
Im Frühjahr 2017 geht es los

Der Opel Mokka X mit Autogas:
Bewährte Technik aus Rüsselsheim

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Navigation für Gasfahrer:

Wo bitte geht's zur nächsten
Autogas-Tanke?

Navigationsgeräte haben den Beifahrer mit der Karte in der Hand längst abgelöst und nehmen mittlerweile eine ganze Reihe an Funktionen wahr. Neben der Navigationsfunktion bringen die Hersteller noch jede Menge Zusatzausstattung in den kleinen Helfern unter. Ob MP3-Player, Kamera, Fernsehempfang, Bildbetrachter, Telefon ? die Liste des möglichen Zubehörs ist lang. Aber mit jedem weiteren Detail steigt auch der Preis eines solchen Alleskönners. Mit einer schwerwiegenden Folge: Der Kunde hat kaum noch die Möglichkeit, die Produkte untereinander zu vergleichen. Das AutoGas Journal versucht, seinen Lesern den richtigen Weg zum individuellen Autogas-Navi zu ebnen.

Eines sei vorweggenommen: Gerade bei Navigationsgeräten ist das Weniger oft ein Mehr. Und schön dabei ist: Sie sind dann auch noch preiswerter. Viele Funktionen, die in einem Navigationsgerät teuer erkauft werden müssen, sind überflüssig und werden kaum genutzt oder sie sind schon in einem halbwegs modernen Handy integriert. So sollte man sich vor dem Kauf eines Navigationsgerätes fragen, ob Fernsehempfang von zweifelhafter Qualität auf einem Mini-Bildschirm wirklich genutzt wird, zumal auch nicht in allen Regionen ein entsprechendes Signal zur Verfügung steht. Was also stiftet Sinn für den Autogas-Fahrer?

Das AutoGas Journal empfiehlt seinen kostenbewussten Lesern schlichtweg eines: Back to the Roots ? zurück zu den Wurzeln. Navigation soll den Fahrer von A nach B führen und das möglichst gut und sicher. Einfache, intuitive Bedienbarkeit, klare Sprachansagen, ein übersichtlicher Bildschirm und ein ordentliches, aktuelles Kartenmaterial sowie die Möglichkeit, sich Autogastankstellen aktuell als POI (Point of Interest) auf das Navigationsgerät zu laden, sind hilfreich. Andere Anwendungen stören die Bedienbarkeit und sind eher etwas für Technik-Freaks.

Wie funktioniert Navigation?

Die Satellitennavigation wurde eigentlich für das Militär zu Standortbestimmung entwickelt und fand später auch Einzug in die private Nutzung. Die Funktionsweise ist recht simpel: Spezielle Satelliten umkreisen die Erde und senden Signale aus, die von GPS-Empfängern in den Navigationsgeräten empfangen werden. Damit kann der augenblickliche Standort bestimmt werden. Dazu dient (digitales) Kartenmaterial, das in der Regel von den beiden Marktführern Teleatlas und Navteq zur Verfügung gestellt wird.  Dieses Kartenmaterial erhält der Käufer eines Navigationsgerätes in Form einer CD oder besser noch einer SD-Karte, die in das Navigationsgerät eingefügt wird. Jetzt kommt die so genannte Routing-Software ins Spiel, wohl gehütetes Geheimnis eines jeden Geräteherstellers. Mit deren Hilfe wird nicht nur die Bewegungsrichtung ermittelt, sie führt den Nutzer auch anhand der auf der Karte verzeichneten Straßen von A nach B. Das ist das Grundprinzip der Navigation, wie es in allen Geräten verankert ist.

Verschiedene Gerätearten

Die wichtigsten Unterschiede weisen die fest im Fahrzeug installierten Navigationsgeräte auf, oftmals kombiniert mit dem Radio, CD-Player und dem Bordcomputer. Solche Einheiten kosten je nach Fahrzeughersteller zwischen 1.500 Euro und 4.500 Euro. Ein hübsches Ausstattungsdetail, aber für die Navigation allein absolut zu kostspielig. Allein die Aktualisierung des Kartenmaterials schlägt mit ca. 320 Euro zu buche, so teuer sind die DVDs mit den Karten mittlerweile. Da auch die meisten dieser Geräte nicht die Möglichkeit bieten, über Schnittstellen POIs wie Gastankstellen nachzuladen, ist diese Lösung absolut zu teuer. Wir empfehlen beim Neukauf eines Fahrzeugs, lieber auf ein fest installiertes Gerät zu verzichten. Mit der Ersparnis kann man schon eine Autogas-Anlage einbauen lassen.
Alternativ dazu bieten fast alle Hersteller mobile Navigationsgeräte an. Ihre Preise beginnen je nach Ausstattung bei ca. 100 Euro und haben den Vorteil, dass sie wesentlich flexibler genutzt werden können. Beim Kauf sollte man aber darauf achten, dass sie leicht im Fahrzeug befestigt werden können und auch ebenso leicht mitgenommen werden können. Sie verfügen oftmals zusätzlich über einen Fußgänger- und Radfahrermodus, der die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert.

Der Markt für mobile Navigationsgeräte hat ein enormes Wachstumspotenzial, in dem Garmin und TomTom um die Vorherrschaft kämpfen. Zuwachszahlen von bis zu 80 % gegenüber dem Vorjahr sprechen eine deutliche Sprache. In Deutschland gingen 2007 insgesamt rund 6,3 Mio. tragbare Navigationsgeräte über den Ladentisch. Jeder 10. Haushalt besitzt mittlerweile ein tragbares Navigationsgerät. Und da die Nachfrage bekanntlich auch über den Preis geregelt wird, befinden diese sich derzeit im Sturzflug, der sich, wie Experten schätzen, bei ungefähr 100,- Euro für ein ordentliches Navigationsgerät der Einsteigerklasse langfristig einpendeln wird. Davon kann auch der Verbraucher profitieren, wenn er auf wesentliche Ausstattungsmerkmale achtet. Für Gasfahrer dabei besonders wichtig ist die Möglichkeit, auch Autogas-Tankstellen als POI via Computer überspielen zu können, denn deren Zahl steigt stetig. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Viele Geräte bieten diese Funktion nicht an.

Gern verweisen ausgerechnet hier die Hersteller und die Verkäufer auf die Tatsache, dass man ja bereits mehr als 40.000 POIs schon integriert habe, doch wer diese einmal einer Prüfung unterzieht, erkennt schnell, dass der überwiegende Teil entweder veraltet oder für den Endverbraucher nutzlos ist. Ähnlich ist es auch mit den Gastankstellen. Ihre Zahl wächst pro Jahr um zirka 800 bis 1000, so dass es Sinn macht, eine Schnittstelle zwischen Computer und Navi zu haben, die es ermöglicht, aktuelle POIs, hier Gastankstellen, nachladen zu können. Doch Vorsicht Falle: auch hier sollte man sich entsprechend vergewissern, das eine unbegrenzte Ladefunktion besteht, denn was nützt schon eine Nachladefunktion (zudem noch per manueller Eingabe) von 100 POIs bei mehr als 3.500 Gastankstellen allein in Deutschland?

Bevor der Verbraucher aber mit zu hohen Erwartungen an das Thema geht, hier noch einmal zur Klarstellung: Adressdateien können nicht einfach in solch einer Anzahl ins Navi geladen werden. Vielmehr müssen die Adressen bestimmten digitalen Punkten auf der Karte zugeordnet werden, Diesen Vorgang nennt man ?geocodieren?. Aus einer Adresse wird so eine Zahlenkette, bestehend aus Längen- und Breitengraden, die die Software des Navigationsgerätes dann auf der internen Karte wieder findet. Erst dann können diese Daten über eine Schnittstelle in das Navigationsgerät geladen werden. Deshalb bietet der jeweilige Hersteller bestimmte, meist kostenlose Tools an, die man sich auf den Computer lädt und dann die Daten auf das Navigationsgerät überträgt.
 

Hier ein Überblick, welche Navigationsgeräte die Möglichkeit bieten, POIs zu laden:

Garmin: 
Garmin bietet als Tool zum Laden von POIs über seine Internetseite einen sogenannten POI-Loader zum Download an. Damit lassen sich POIs, die im Internet als Download angeboten werden und für Garmin-Geräte kompatible sind, entsprechend laden und zwar unbegrenzt (bis das Speichermedium voll ist). Mittlerweile ist Garmin dazu übergegangen, auch eigene POIs kostenlos über die Internetseite anzubieten. Die Sammlung wird derzeit ständig erweitert, Autogastankstellen sind schon in Planung und werden in Kürze auf der Garmin-Homepage publiziert. Diese lassen sich mit einem Mausklick sehr benutzerfreundlich integrieren, indem man sie einfach am PC in das Menü des Navis kopiert. Das geht, wie übrigens auch der Download von Fremdanbietern, bei folgenden Geräten: Street Pilot c550, c510 deluxe, c510, zümo 400 Dach, 500 deluxe, 550, nüvi 200 Dach, 200w Dach, 250, 250 W, 270, 360, 360 T, 350, 350 T, 310 deluxe, 310, 300 deluxe, 300, 610 T Dach, 670 FM, 660 T, 660 TFM, 750 FM, 760 FM, 770 FM

Tomtom:
Die Möglichkeit, POIs zu laden und damit auch die Gastankstellen auf dem Navigationsgerät zu speichern, gibt es auch bei Tomtom, und zwar für die Serien One und Go. Dafür muss man zunächst eine kostenlose Synchronisationssoftware auf den heimischen PC laden, die dann die entsprechenden Punkte an das Navi übergibt. Tomtom bietet selbst auch POIs (hier heißen sie OVIs, Orte von Interesse) an, doch diese sind nur kostenpflichtig zu beziehen. Die Übertragung ist auch nur Usern zu empfehlen, die schon über fortgeschrittene Computerkenntnisse verfügen.

Magellan:
Bei Magellan wird die Verwaltung von POIs bei allen gängigen Maestro-Modellen, also der Maestro 4200-Serie sowie der Maestro 3000 und 4000-Serie unterstützt. Die im Lieferumfang enthaltene CD enthält verschiedene PC-Tools, darunter auch einen POI-Manager, der es ermöglicht, selbst erstellte oder aus dem Internet geladene POIs auf das Gerät zu spielen. Autogas-Tankstellen werden jedoch von Magellan selbst nicht angeboten.

Navigon:
Navigon will spätestens bis zum Jahresende die Möglichkeit bieten, POIs auf die Geräte aufzuspielen, derzeit ist es aber noch nicht möglich.

Asus:
Bei Asus bietet nur das R 700 t die Möglichkeit, POIs in das Gerät zu laden. Mit Hilfe des Advanced POI Management lassen sich POIs, also auch Autogastankstellen suchen, speichern und in das Gerät laden. Unterstützt werden dabei die Formate von Google Maps und Google Earth.
 

Bei allen anderen Anbietern mobiler Navigationslösungen gibt es derzeit keine Schnittstelle, die die Integration von POIs erlaubt. Auch ausdrückliche Nachfragen bei gängigen Anbietern wie Medion, Naviflash, Navmann oder Mio wurden abschlägig beschieden.

Fazit

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Gasfahrern wird die Wahl jedoch leicht gemacht. Sie möchten gern alle Autogastankstellen möglichst aktuell auf dem Navigationsgerät haben, möglichst auch die die im benachbarten Ausland. Und da liefern mit Niedrigpreis-Segment derzeit nur Garmin, Tomtom und Magellan die Möglichkeit, Gastankstellen nachzuladen und ständig zu aktualisieren. Und solch eine Technik muss nicht teuer sein. Wer sich ein wenig umschaut, erhält ein Garmin nüvi 200 schon für 110 Euro ein vergleichbares Gerät von Tomtom für 140 Euro und einen Magellan für 160 Euro. Mehr braucht man eigentlich nicht, um von A nach B zu kommen. Alle Geräte sind sehr einfach zu bedienen und wer sich einmal die Zeit genommen hat, Gastankstellen als POIs einzupflegen, findet sicherlich auch Gefallen daran, seinen nächsten Urlaub mit den POI-Angeboten aus dem Internet zu planen.
     

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