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Heft 4/2017 ab dem 9. August 2017 im Handel oder als epaper / app unter:

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Aus dem Inhalt:

Bequem mit Autogas reisen:
Leichte Freude über niedrige Preise

Einzelabgasbescheinigungen:
Nur noch bis 30.09.2017?

Elektroautoland Norwegen:
Eindeutig führend in Europa

Premiumpartner

www.uniti-expo.de
GASDRIVE
www.vogelsautogas.nl/de/
Car Gas

 

www.gas-tankstellen.de

Kleine Nutzfahrzeuge mit Autogas-Antrieb

Besonders Handwerker profitieren

Handwerker, Kurierdienste, aber auch Krankenhäuser und Bauernhöfe greifen immer stärker auf sie zurück: Kleine Nutzfahrzeuge, die einen Autogas-Antrieb haben. Dabei gehört das SHK-Handwerk zweifellos zu den Berufsgruppen, die besonders gerne entsprechende Fahrzeuge fahren. Kein Wunder, denn gerade in den vergangenen Monaten hat die Kostenexplosion bei Kraftstoffen zu einem Umdenken geführt.

Denn wer einen Fuhrpark mit mehreren Fahrzeugen für Montage- und Service-Einsätze unterhalten muss, für den entwickeln sich derzeit die Kraftstoffpreise zunehmend zu einem belastenden und immer schwieriger zu kalkulierenden Faktor für die Betriebsbilanz. Es darf darum nicht verwundern, dass das Kriterium der Verbrauchskosten bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen verstärkt zum Zuge kommt. Betriebskosten sind und bleiben auch in Zukunft für die Manager kleiner und größerer Fuhrparks das zentrale Argument. Gerade bei Autogas – im Gegensatz zu Erdgas – können die Kosten für die Fahrzeuge mittels Nutzung einer eigenen Autogas-Tankstelle auf dem Firmengelände erheblich gesenkt werden. Technisch ausgereifte Anlagen zum Betanken firmeneigener Fahrzeuge und Flurförderzeuge lassen sich günstig und ohne großen Aufwand vor Ort einrichten. Flotten, die regelmäßig zum Betriebsgelände zurückkehren, können hier unabhängig von den Öffnungszeiten und Standorten externer Stationen betankt werden.

Gleichzeitig spielen in den Überlegungen der Handwerksbetriebe Umweltaspekte im Allgemeinen und die Schadstoffbilanz im Speziellen ? mit Blick auf das Unternehmens-Image – aber auch neue Verordnungen eine immer stärkere Rolle.

Die Karten für Investitionen werden deshalb in diesen Wochen neu gemischt. Viele Fragen stehen dabei im Raum: Die Feinstaubverordnung ignorieren? Zukäufe an einer CO2-basierten Kfz-Steuer ausrichten? Auf andere Umweltschutzbestimmungen hoffen? In dieser Situation möchte einfach kein Handwerks-Betrieb aufs falsche Pferd, bzw. Fahrzeug setzen. Schon jetzt ist abzusehen, dass die Einrichtung von Umweltzonen in den Städten für so manchen Kleinbetrieb mit Lieferwagen zum Problem werden kann. Dass gerade Fuhrparkbetreiber aus dem Fachhandwerk sich in diesen Tage für schadstoffarme Kraftstoffe und Antriebskonzepte interessieren, sollte niemanden also wundern. Sie übernehmen damit lediglich einen Trend bei den großen Unternehmen, die in ihre strategischen Kaufentscheidungen den CO2-Ausstoß als wichtigen Parameter integrieren.

Image spielt große Rolle


Aber auch das Image spielt eine immer zentralere Rolle in der Außendarstellung: Denn wer seinen Kunden gegenüber mit der Notwendigkeit von Klimaschutz und Energieeinsparungen argumentiert, macht sich durch besonders schadstoffarme Fahrzeuge natürlich wesentlich glaubwürdiger. In der alltäglichen Praxis zählen allerdings andere Dinge noch mehr als das Image: Von Nutzfahrzeugen für Handwerk, Gewerbe und Industrie wird heute erwartet, dass sie Wirtschaftlichkeit, Funktionalität und Pkw-Komfort auf möglichst hohem Niveau vereinen. Dies hat dazu geführt, dass inzwischen im Transportermarkt Erdgas- und Autogasfahrzeuge immer stärker zulegen. Innerhalb der Gruppe der ?grünen Transporter? nehmen Fahrzeuge, die mit Autogas betrieben werden, bereits einen Anteil von rund 70 % ein. Damit stehen die kleineren Nutzfahrzeuge in einer Tradition mit Spezialflurförderfahrzeugen und Gabelstaplern.

Inzwischen haben Fuhrparkmanager die Qual der Wahl, ob dies auf der Basis von nachträglichen Ausstattungen der bestehenden Flotte oder direkt bei Fahrzeug-Neuanschaffungen geschieht. Wie wäre es zum Beispiel mit einem VW Caddy 1,4 und 1,6 Liter oder mit einem VW T5 2,0 Liter oder 3,2 Liter? Alle Fahrzeuge werden vom Volkswagen-Vertragspartner IAV inklusive Beibehaltung der Herstellergarantie ausgestattet.

Die Konfiguration der Fahrzeuge und die Platzierung des Tanks können den Bedürfnissen der Halter angepasst werden.

Bewährt haben sich bereits die Autogas-Varianten der Fiat-Nutzfahrzeuge Scudo, Strada, Doblo und Ducato. Sie sind besonders beliebte Modelle bei Betreibern von Klein-Flotten im Handwerk. Seit kurzem sind auch Motoren für den monovalenten Flüssiggas-Betrieb nutzbar: Die von der Firma Greencar entwickelten Motoren GC 500 für Nutzfahrzeuge unter 3,5 t und GC531-VR6 für Nutzfahrzeuge über 3,5 t.

Für den Fuhrpark von Handwerksbetrieben eignet sich auch sehr gut der Ford Transit LPG. Er ist in drei Ausführungen (Kastenwagen, Pritschenwagen und Fahrgestell) sowie in drei unterschiedlichen Radständen (kurz, mittel, lang) erhältlich. Bei allen Modell-Varianten befindet sich der 95-Liter-Ringtank (effektiv nutzbar 76 Liter) unter dem Fahrzeugboden. Das heißt gleichzeitig: Laderaum entfällt nicht.


Fazit

Das wichtigste Argument für die Nutzer ist und bleibt sicher der Preisvorteil gegenüber Benzin, der aufgrund der festgeschriebenen Steuervergünstigung noch mindestens bis zum Jahr 2018 Gültigkeit behalten wird. Ob kleiner Taxi-Familienbetrieb oder kommunale Betriebsflotte, ob internationaler Paketzustell-Service oder eben die Fahrzeuge eines Handwerksbetriebs: Überall, wo viel gefahren wird, sollte eine Investition in die ?Kostensenkungstechnik? mit klar zu berechnenden Amortisationszeiten zum Wettbewerbsvorteil werden.     Ralf Neumann

 

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