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Aus dem Inhalt:

Diesel und Benziner im Test der HTW:
Euro 6-Diesel schneiden schlecht ab

Standard-Apps im Test: Günstig
LPG tanken geht nur bedingt

Welche E-Mobile kommen in 2017?
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13.03.2017 12:13 Uhr Von  Dr. Martin Steffan

Neu mobil: Was kommt bei der Wartung von Elektroautos auf die Besitzer zu?

Bisher war es mit der Wartung von Autos recht einfach: Filter kontrollieren und gegebenenfalls wechseln, die Luft-, Kraftstoff- und Ölfilter der Autos mit Verbrennungsmotoren waren einer der Hauptpunkte bei der Inspektion. Aber wie sieht eine Inspektion bei einem Hybrid- oder Elektroauto aus? Bei reinen Elektroautos fallen die Filter schlicht weg. Sie sind laut Hersteller pflegeleichter als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Nur: Sind die Werkstätten wirklich auf die Elektroautos vorbereitet?

Unterschiede zwischen Hybriden und Elektroautos

Bei Hybriden ist immer noch ein Verbrennungsmotor vorhanden, der den Elektromotor unterstützen kann. Die herkömmliche Technik ist also durchaus noch verbaut und muss bei der Wartung einbezogen werden. Die neue Technik kommt allerdings dazu. Es ist also schlicht mehr zu tun, denn neben dem Verbrennungsmotor muss der Elektromotor gewartet werden. Bei Elektroautos dagegen fällt der Verbrennungsmotor ganz weg. Diese Fahrzeuge sind auf deutschen Straßen noch recht selten.

Allerdings sind Hybride in der Wartung nicht zwangsläufig teurer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Da die elektronischen Komponenten fast wartungsfrei sind und die herkömmlichen Bauteile dank technischer Neuerungen haltbarer werden, ist Carsten Graf vom ADAC-Technikzentrum davon überzeugt, dass sich die Kosten der Inspektion auch künftig in einem überschaubaren Rahmen bewegen werden. Teuer kann es dagegen bei der Batterie werden. Denn die ist bei Elektroautos nicht nur anfällig, sondern ein Kostenpunkt, der wirklich ins Gewicht fällt. Derzeit fahren die meisten Elektroautos mit Lithium-Ionen-Akkus, und niemand weiß, wie lange die wirklich halten. Andererseits sind die Kosten der Akkus so hoch, dass der wirtschaftliche Totalschaden absehbar ist.

Bei der Wahl der Werkstatt auf die Ausbildung achten

Wer seinen Hybriden oder das Elektroauto kompetent gewartet haben will, sollte im Vorfeld auf die Ausbildung der in der Werkstatt tätigen Mechaniker/-innen achten. Denn Umfragen des TÜV Süd ergaben, dass 80 % der Werkstätten kein qualifiziertes Personal zur Verfügung haben, um die elektronischen Komponenten der Fahrzeuge wirklich sinnvoll zu warten. Trotzdem gaben mehr als 25 % der Betriebe an, sich auch ohne speziell für E-Fahrzeuge ausgebildete Mitarbeiter/-innen zur Wartung bereit zu erklären. Diese Zahlen sind zwar nicht ganz aktuell, so dass sich die Lage etwas verbessert haben dürfte. Jedoch unterstreicht es, dass die erhöhte Nutzung von E-Fahrzeugen die Schwerpunkte in der Ausbildung von Mechaniker-Nachwuchskräften nachhaltig verändert.

+Bei der Wartung bei Elektrofahrzeugen müssen üblicherweise folgende Punkte beachtet werden:

-       +Die Wartung von Zündkerzen und Filtern entfällt.

-       +Da sich die Bremsen dank neuester Technologien nur sehr langsam abnutzen, können die Abstände zwischen zwei Inspektionsterminen größer sein als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

-       +Lenkung und Reifen müssen in ihrer Funktion überprüft werden.

-       +Zahnriemen, Kupplung und Bremsbeläge müssen auch bei E-Autos gewartet werden.     Die Batterie sollte gepflegt werden.

 

Risiko Autobatterie

Da die Batterie das teuerste Bauteil des Elektroautos ist, muss sie besonders gepflegt werden. Extrem niedrige Temperaturen machen den Lithium-Ionen-Akkus genauso zu schaffen wie der Dauerbetrieb von Klimaanlage, Heizung und Radio. Das setzt die Reichweite herunter. Sollte die Batterie kaputtgehen, entstehen hohe kosten, die für den Konsumenten teilweise schwer zu stemmen sind und schnelle Reaktionszeit erfordern. Um hier zu gewährleisten, dass das Fortbewegungsmittel schnell wieder zur Verfügung steht, kann eine Finanzspritze in Form eines Kurzzeitdarlehens Abhilfe schaffen. Der Vorteil hierbei liegt bei der Möglichkeit einen geringen Kreditbetrag aufzunehmen, der zudem kurzfristig wieder zurückgezahlt wird und somit nur geringe Zinszahlungen erfordert.

Um dem Problem einer nicht funktionstüchtigen Batterie präventiv aus dem Weg zu gehen, rät der TÜV dazu, Elektrofahrzeuge nur in Werkstätten warten zu lassen, die dafür speziell ausgebildetes Personal beschäftigen. Das ist eine Frage der Sicherheit: Bei 60 V kann einiges schiefgehen. Alles in allem ist die Wartung für Elektroautos jedoch deutlich günstiger als die für traditionelle Fahrzeuge.

 



13.03.2017 12:13 Uhr Von  Dr. Martin Steffan