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Heft 4/2017 ab dem 9. August 2017 im Handel oder als epaper / app unter:

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Aus dem Inhalt:

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26.04.2016 15:30 Uhr Von  Dr. Martin Steffan

Gas als Kraftstoff soll weiter steuerlich gefördert werden

Wie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeug-gewerbe meldet, soll Autogas über das Jahr 2018 hinaus steuerlich gefördert werden. Das kündigte Dr. Michael Meister, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, beim 6. Berliner Automobildialog des Kfz-Gewerbes heute morgen an.

In der Ressort- und Verbändeabstimmung befinde sich ein Gesetzesvorschlag, der vorsehe, Autogas bis 2021 und Erdgas bis 2024 weiter steuerlich zu fördern. Dabei sei jeweils eine Degressionsregelung (bei Flüssiggas ab 2019 und bei Erdgas ab 2022) vorgesehen, die zum schrittweisen Abschmelzen der Förderhöhe führen werde.

Diese Ankündigung nahmen die Vertreter der Gaswirtschaft mit gemischten Gefühlen auf. Sowohl Dr. Norbert Azuma-Dicke von Zukunft Erdgas e.V. als auch Dr. Andreas Stücke, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Verbands Flüssiggas (DVFG), begrüßten grundsätzlich die Aussagen, hätten sich aber einen längeren Zeitraum der steuerlichen Förderung gewünscht. Denn die Infrastruktur mit 6 000 Tankstellen für aktuell zirka 580 000 gasbetriebene Fahrzeuge auf deutschen Straßen sei gut, und die ökologischen Vorteile dieser regenerativen Antriebsarten lägen auf der Hand.

Die betroffenen Verbände sind nun seitens des Bundesministeriums der Finanzen aufgefordert, ihre Stellungsnahme zum Gesetzentwurf bis zum 19. Mai 2016 einzureichen. Der DVFG hat bereits angekündigt, sich für eine deutliche Verlängerung des Steuervorteils über 2021 hinaus sowie eine undifferenzierte steuerliche Behandlung von LPG und CNG einzusetzen.

Dr. Matthias Heider, MdB, Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, setzte sich auf der Veranstaltung des ZDK für einen Wettbewerb verbrauchsarmer Antriebstechnologien beim Fahrzeugantrieb ein, um die jeweiligen ökologischen und ökonomischen Ziele zu erreichen. Dazu sei ein Gesamtkonzept notwendig, das auch für Lisa Paus, MdB, Sprecherin für Steuerpolitik, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, notwendig ist. Sie sprach sich dafür aus, sich den gesamten Bereich der Energiebesteuerung anzuschauen und dabei auch den Dieselkraftstoff einzubeziehen.

Von weltweit rund 100 000 Lieferfahrzeugen bei UPS seien rund 7 000 mit alternativen Antrieben ausgerüstet, sagte Lars Purkarthofer von United Parcel Service Deutschland. Im Rahmen der CO2-Strategie des Unternehmens sei es das Ziel, mit geeigneten Antriebsarten den vielfältigen Anforderungen des Lieferverkehrs und hier vor allem auch in den Innenstädten gerecht zu werden.

Mit zwölf Modellen sei Opel einer der führenden Anbieter von gasbetriebenen Fahrzeugen, so Benjamin Sokolowski, Leiter der Hauptstadtrepräsentanz der Adam Opel AG, und halte an dieser Strategie fest. Die in Aussicht gestellte Verlängerung der steuerlichen Gas-Förderung sei ein guter Schritt, für mehr Planungssicherheit bei den Verbrauchern zu sorgen.

Unter dem Motto „Mit Vollgas aus der Nische?“ hatte Dr. Christoph Konrad, Leiter des ZDK-Hauptstadtbüros, am 26. April 2016 eine gut besetzte Diskussionsrunde zum Themenfeld alternative Antriebe in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund versammelt.

(Einen ausführlichen Bericht erhalten Sie in der kommenden AutoGas Journal Ausgabe Nr. 3.)

Foto: Tim Caspary (Fotolia)



26.04.2016 15:30 Uhr Von  Dr. Martin Steffan