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Heft 4/2017 ab dem 9. August 2017 im Handel oder als epaper / app unter:

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Aus dem Inhalt:

Bequem mit Autogas reisen:
Leichte Freude über niedrige Preise

Einzelabgasbescheinigungen:
Nur noch bis 30.09.2017?

Elektroautoland Norwegen:
Eindeutig führend in Europa

Premiumpartner

www.uniti-expo.de
GASDRIVE
www.vogelsautogas.nl/de/
Car Gas

 

www.gas-tankstellen.de
08.08.2017 07:26 Uhr Von  Dr. Martin Steffan

Diesel-LPG-Mix: Keine Abgasmessungen in Deutschland möglich?

Ob Türkei, Griechenland, Italien, Polen oder Australien. Peter Feldgebel kennt Sie alle. Zumindest alle wichtigen Autogasländer. Und für den Vertrieb seiner Diesel-LPG-Mischbetriebsanlage ist das tatsächlich wichtig. Denn ausgerechnet in dem Land, wo er mit seinem Betrieb beheimatet ist – also in Mannheim – ist sie nicht zugelassen. „Ungerecht“, findet er das, gerade vor dem Hintergrund, dass Stickoxide und Feinstäube von Fahrzeugen stark in der Diskussion sind.

Feldgebel hatte vor wenigen Jahren die Entwicklung der Anlage mit den Mitarbeitern von AC.SA, später dann mit den polnischen Firmen APP und Acon weiterentwickelt. Heute ist das Patent ausschließlich in seinem privaten Besitz. Sie ist schon lange ausgereift, kann aber nicht, so Feldgebel, hierzulande zum Zuge kommen, weil es weder bei TÜV noch bei DEKRA Messvorschriften gibt, um diese Abgasmessungen durchführen zu können. Darum sei eine Zulassung in Deutschland nicht möglich. Gleiches gelte übrigens für die Mischbetriebsanlagen der Mitbewerber von Zavoli, BRC und Landirenzo.

Auf das Geschäft mit den Mischbetriebsanlagen möchte Feldgebel jedenfalls nicht verzichten. Derzeit verkaufe er rund 100 Kits pro Jahr in alle 12 Exportländer, darunter Polen,  Kasachstan, Ukraine, Deutschland, Belgien, England, Irland, Italien, Portugal, Spanien, Türkei, Australien, Griechenland und Indonesien. „Die lukrativsten Länder sind zurzeit Australien und Irland. Die Anlagen sind dort einfacher zuzulassen“, weiß der Autogas-Fachmann. Dass es dort umso besser läuft, freut nicht nur die Mitarbeiter in Mannheim, sondern vor allem Geschäftsführerin Iwona Feldgebel, die zuhause im Badischen die Stellung hält, wenn Ehemann Peter wieder auf Auslandsreise ist.

Immerhin ein Vertriebspartner in den 12 Ländern wird mit den Femitec-eigenen Mischbetriebsanlagen versorgt. Die wiederum beliefern mehrere hundert Werkstätten mit den Kits, vornehmlich dort, wo die Direkteinspritzertechnologie noch nicht so intensiv zum Zuge kommt – sowie in Deutschland. 

Die Femitec-Anlagen selbst haben wir vom AutoGas Journal ja bereits in früheren Ausgaben vorgestellt. Die Anlage versorgt die Zylinder jeweils einzeln, deshalb ist die Dosierung auch wesentlich genauer. Das jeweilige LPG-Diesel-Gemisch wird zudem im Fahrbetrieb dynamisch angepasst. Im Optimalfall können dann bis zu 64 % Autogas verbrannt werden. „Damit kann sich jeder Spediteur die Einsparungen in etwa selbst ausrechnen und die Kosten gezielt absenken.“

Neben den grundsätzlich guten Eigenschaften wird für die Anlage ein eigens von Femitec entwickeltes Additiv mit dem Namen „VS Add-DIESEL“ eingesetzt, das für alle gängigen Dieseleinspritzanlagen genutzt werden kann. Die Wirkung kann etwa so beschrieben werden: Das Additiv erhöht die Cetanzahl, wodurch die Zündfähigkeit des Kraftstoffes insgesamt erhöht wird. Dadurch kann die Dieselmenge bis auf 40 % zu Gunsten von LPG gesenkt werden. So können nach Berechnungen von Feldgebel etwa 23 bis 26 % der laufenden Betriebskosten gegenüber einem konventionellen Fahrzeug, das nur mit Diesel fährt,  eingespart werden.

Zudem sollte die reinigende Wirkung des Additivs nicht unterschätzt werden: Es reinigt dauerhaft die Einspritzanlage und Einspritzinjektoren und verlängert die Motorlebensdauer. Dabei ermöglicht die Dosierung durch die Einspritzdüsen zusammen mit dem Diesel-Sprit einen gleichmäßigen Einsatz im Motor, im Rahmen dessen auch die Ventile und Ventilsitze zusätzlich geschützt werden. Feldgebel empfiehlt das VS Add-DIESEL-Additiv für alle Motoren von Emissionsklasse 4 bis 6.



08.08.2017 07:26 Uhr Von  Dr. Martin Steffan