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15.05.2017 14:10 Uhr Von  Dr. Martin Steffan

Der E10-Anteil sinkt – Biokraftstoffe auf dem absteigenden Ast?

Biokraftstoffe wurden lange als großer Ausweg aus der Klimamisere von Politik und teilweise auch Mineralölwirtschaft dargestellt. Dumm nur: Der Endverbraucher scheint dabei nicht mitspielen zu wollen, denn der Anteil der Öko-Kraftstoffe sinkt kontinuierlich. Dies hat jetzt das Preisportal clever-tanken.de öffentlich gemacht.

Dabei war allein schon der Start des neuen Kraftstoffes E10 Anfang 2011 alles andere als gelungen. Die 10-prozentige Beimischung von biologisch erzeugtem Ethanol beförderte zunächst die Sorgenfalten vom damaligen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD), der die für Anfang 2009 geplante Einführung des Kraftstoffes abrupt stoppte.

Grund waren Aussagen so genannter Experten, die davor warnten, dass Motoren von mehr als drei Millionen Autos durch den Biosprit zu Schaden kommen könnten. Diese im Nachhinein unsinnige Feststellung wiederum stieß die Mineralölwirtschaft vor den Kopf, war sie es doch, die die Einführung an den Tankstellen mit hohen Investitionen vorbereitete.

Erst am 7. Februar 2011, also zwei Jahre später, kam E10 tatsächlich an die deutschen Tankstellen – was hierzulande zu starken Protesten führte, denn weder Autofahrer noch Tankwarte wussten, welches Fahrzeug das neue Benzin problemlos vertragen würde. Dass in den meisten E10-Mengen ohnehin der Ethanol-Anteil nur zwischen 5 und 10 % liegen würde, war damals noch kein Thema.

Das Schreckgespenst E10 kostete die Mineralölwirtschaft erstmal Geld, aber das große Motorensterben blieb aus. „Am Anfang sorgten sich Autofahrer in Deutschland vor allem darum, ob ihr Motor den Biokraftstoff verträgt. Mittlerweile machen Autofahrer ihre Kraftstoffentscheidung an der Tankstelle vor allem von der Preisdifferenz abhängig“, sagt Steffen Bock, Geschäftsführer des Verbraucherinformationsdienstes Clever-tanken.de.

Laut dem Portal lagen die Benzinpreise zur Einführung von E10 rund 20 Cent über dem heutigen Niveau. Außerdem: E10 wurde damals stärker gefördert, es war darum in der Anfangszeit rund vier Cent pro Liter billiger als Super E5.

Nur zu verständlich ist darum, dass der Anteil von E10 in der Folge nach Februar 2011 erst bis Ende 2014 stieg und dann kontinuierlich gesunken ist, als sich die Preise von Super (also E5) und E10 annäherten.

So lag nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle der E10-Anteil am Ottokraftstoffmarkt Anfang 2011 bei 9,3 %. Bis 2014 stieg der Marktanteil auf 15,2 %. Seit 2015 jedoch sind nicht nur die Benzinpreise gesunken, sondern auch der Marktanteil von E10. 2015 lag der Anteil nur noch bei 13,6 % – im Herbst 2016 nur noch bei rund 12,7 %. Tendenz weiter fallend.

„Dass weniger Autofahrer E10 tanken, hängt einerseits mit den generell gesunkenen Kraftstoffpreisen zusammen und andererseits damit, dass die Preisspanne zwischen E10-Benzin und Super E5 seit Anfang 2015 von vier auf zwei Cent geschrumpft ist. Und zwar, indem sich Super E10 relativ zu Super E5 verteuert hat. Grund hierfür ist unter anderem, dass die Ethanolpreise weniger stark gefallen sind als der Mineralölpreis“, erklärt Bock. Anfang Februar 2017 lag der E10-Preis bei rund 1,35 Euro. Ein Liter Super E5 lag nur etwas darüber.

 

Foto: HEM

Text mit Material von www.tankstellenwelt.de

 

 



15.05.2017 14:10 Uhr Von  Dr. Martin Steffan